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Letzte Eintragung: Februar 08  --  Reichel

Gesundheitliche Aspekte des Winterschwimmens
      (Zuarbeit -- Dr. med. R. Heuchel -- "Elsterrobbe" aus Gera).
vergleiche auch die freie 
Enzyklopädie WIKIPEDIA:

de.wikipedia.org/wiki/Winterbaden
Winterschwimmen
stellt eine Extremform
der Abhärtung dar. 
Darin kommt das Bestreben zum Ausdruck, einen Mangel unserer Zivilisation an natürlichen Reizen eben durch 
eine extreme Herausforderung 
zu begegnen.
Voraussetzung  für das Winterschwimmen sind zunächst eine ständige Konditionierung des eigenen Körpers durch kaltes Duschen, aktiven Aufenthalt im Freien, durch Sauna und viel sportliche Betätigung im Freien. Somit formt man sich einen widerstandsfähigen Organismus für die winterlichen Anforderungen. Im Körper werden wärmeregulierende Reaktionen entwickelt, die dann beim winterlichen Schwimmen den Sportler helfen, mit den Reaktionen schnell fertig zu werden. Der Kältereiz löst eine kurzzeitige lokale Vasokonstriktion (Gefäßverengung) aus, die im Verlauf der Wiedererwärmung des Organismus von einer allgemeinen reaktiven Hyperämie (Gefäßerweiterung) gefolgt wird.
Ein  gesundheitsstabilisierender Effekt durch regelmäßiges Winterschwimmen kann als erwiesen angesehen werden.
Zu nennen sind:
- Verbesserung der Blutzirkulation der Haut und Schleimhäute der Atemwege
- allgemeine vegetative Stabilisierung
- ein abnehmender Trend der Infekthäufigkeit bzw. verminderte Infektanfälligkeit
- die Krankheitsbereitschaft ist viel geringer
- der Krankheitsverlauf ist wesentliche leichter und kürzer
Die akute Belastung des Herzkreislaufsystems hält sich in Grenzen, bei gesunden Personen besteht keine Gefährdung. Gegenanzeigen (Kontraindikationen) stellen aber hoher Blutdruck im fortschreitendem Stadium, arterielle Durchblutungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Kälteallergien und chronische Organerkrankungen (z.B. Nierenerkrankungen) dar, nicht jedoch Rheumatoidarthritis.
In den letzten Jahren wurde auch versucht, die Effekte des Winterschwimmens wissenschaftlich zu verifizieren. Allerdings ließ sich bei durchgeführten Untersuchungen an Winterschwimmern kein Einfluß auf das Immun- und Resistenssystem nachweisen, jedoch eine deutliche Stärkung "antioxdativer Schutzsysteme". Insgesamt erhöht das Winterschwimmen das allgemeine gesundheitliche Wohlbefinden und stabilisiert den Kreislauf deutlich; Streßreaktionen und Krisensituationen lassen sich besser abbauen und schneller überwinden.
Im  Vordergrund stehen bei den Winterschwimmern als Motivation das Streben nach gesundheitlicher Stabilisierung und Selbstbeherrschung. Aber auch das gemeinsame Erleben und der Spaß an einer ungewöhnlichen und harten Sportart verstärken Lebensfreude und Lebensgefühl. Neben der "Abhärtung" werden charakterliche Elemente ausgeformt wie Selbstüberwindung und Selbstbeherrschung, Gemeinschaftssinn, aber auch Verantwortung für seinen eigenen Körper und die Sportgruppe. Winterschwimmen verlangt eine große persönliche Disziplin.
 
 
Forschungsbericht 1993:
UNIVERSITÄTSKLINIK und POLIKLINIK FÜR PHYSIKALISCHE MEDIZIN UND REHABILITATION, Berlin
Auszug aus einem Interview 
mit Prof. Dr. Conrad 
(Wochenpost: Nov. 1986)
Beim bewussten Eisbaden unterscheidet man verschieden Phasen der körperlichen Belastung:
In der 1. Phase wirkt das kalte Wasser als Reiz und löst eine Vielzahl von reflektorischen Vorgängen aus. Die Durchblutung der Haut wird schlagartig reduziert, das Herz schlägt schneller und stellt sich auf den Kältestress ein. Das dauert etwa 30 bis 60 Sekunden. Wir halten es für wahrscheinlich, dass es dieser kurze Reiz ist, der viele positive Effekte hervorbringt. 
Erst in der 2. Phase tritt ein Wärmeverlust ein. Beide Phasen sind gut verträglich. Deshalb erscheint uns eine Aufenthaltsdauer im Eiswasser von 3 bis 5 Minuten als sinnvoll.
Erst in der 3. Phase kommt es dann zur Erschöpfung des Wärmehaushaltes, weil die Kohlehydrate verbraucht sind.

Jeder normal entwickelte Mensch kann Eisbaden wagen, allein aber sollte man im Winter nicht ins kalte Wasser steigen. 
Als oberste Regel gilt: Vor dem Schwimmen Unterkühlung zu vermeiden. 
Wichtig auch, dass kein Leistungs- und Wettkampfdruck besteht.



 
Health aspects of winter swimming
Conditions  for take part at the winter swimming is a resistant organism for winter demands. You can get it by regular training of the body by cold showers, outside sports activities and sauna. This training develops the bodies warmth regulation reactions. The sportsman needs to know this reactions for handling the wintry swimming. The stimulus of cold releases a short-term local vasoconstriction, a general reactive vasodilation is follows during the re-warming of the organism.

A health-stabilisation effect is proven for regular winter swimming.
Health effects are:
- an improvement of the blood circulation of the skin and mucous membrane of the respiratory tract
- a general vegetative stabilisation
- a decreasing trend of infection frequency especially a reduced heart attack risk
- the readiness for illnesses is smaller
- the course of illness is a easier and shorter



There is no acute burden of the heart circulation system for healthy persons. But counter-indications are high blood pressure in a progressive stage, arterial circulatory disturbances, arrhythmia, cold allergies, and chronic organic diseases (e.g. kidney diseases), but no rheumatism.

During the last years medical research tried to verify the effects of winter swimming. In fact the tests leaded to the result that winter swimming hasn't a concrete influence on the immune and resistance system but it clearly strengthen the "anti-oxidative protective systems".

The general physical well-being and the stabilisation the circulation dearly can be increased by winter swimming. Stress reactions and crisis situations can be reduced better and overcome quicker.

The main points of winter swimming are to get healthy stabilisation and self-control. But also the jointly experience and the fun at an unusual and tough sport improves the joy and the feeling of life. Besides the "toughening effect" elements of human character are formed such as self-overcoming and self-control, community sense, but also responsibility for the own body and the sports team. Winter swimming requires a large personal discipline.

From an interview 
with Prof. Dr. Conrad (1986)
You have to distinguish different stages of physical stain when you do ice-bathing consciously.
In the first stage the cold water not only causes a stimulus but also a multitude of reflexes. The circulation of the skin is reduced from one minute to the next, the heart beats faster and adjusts itself to the cold stress. This lasts for about 30 to 60 seconds. We think it’s likely that it is this short stimulus that causes so many positive effects.
Only in the second stage there is a heat loss. Both stages are easy to take. That’s why a stay in the icy water from 3 to 5 minutes is efficient.
Only in the third stage the head budget comes to the end, because the carbohydrates are used up.
Every ordinary human being san try ice-bathing. But in the winter you should not go into the cold water alone.
The most important rule:
Avoid undercooling before swimming. It’s also important that there’s no pressure to produce or competition results.